Grundlage: Die Optimale Wahl der Steuerklasse

Rund 40 Euro im Monat, das sind 480 Euro im Jahr. Soviel an monatlich zu viel abgeführte Steuern spart das frisch verheiratete Ehepaar Max und Martina Mustermann in unserem Fallbeispiel (siehe Fallbeispiele) durch die Optimale Wahl der Steuerklasse ein. Schnell und unproblematisch.

Sich über den Wechsel der Lohnsteuerklasse Gedanken zu machen kann sich also schnell lohnen. Dafür muss man zuerst wissen, was Steuerklassen eigentlich sind. Als Steuerklassen sind damit im engeren Sinne die Lohnsteuerklassen bezeichnet. Denn das Einkommensteuergesetz (EStG) unterscheidet sechs Lohnsteuerklassen (I bis VI), wozu sie auch ausführliche Informationen auf unserer Seite finden. Die Steuerklassen spiegeln die möglichen familiären Verhältnisse oder etwaige Nebenverdienste der Steuerzahler wieder, die jeweils unterschiedlich besteuert werden. Anhand von im Fachbuchhandel oder im Internet verfügbaren Lohnsteuertabellen, lässt sich abhängig vom eigenen Einkommen und der eigenen Steuerklasse die tatsächliche Lohnsteuerpflicht sowie den zu zahlenden Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer ermitteln.

Steuerklassenwahl für Ehepaare

Ehepaare, sowie umgekehrt auch sich trennende Ehepaare, haben hierbei die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Steuerklassen zu wählen. Gerade für frische Ehepaare lässt sich durch einen schnellen Vergleich ermitteln, welche Steuerklasse für sie jeweils optimal ist. Ein arbeitendes Ehepaar wird grundsätzlich gemeinsam besteuert. Allerdings kann beim Lohnsteuerabzug eines Arbeitnehmers nur dessen eigener Arbeitslohn zugrunde gelegt werden, nicht das der Familie insgesamt. Die Arbeitslöhne beider Ehepartner können erst bei Jahresende zusammengeführt werden. Deshalb kommt es vor, dass im Laufe des Jahres zu viel oder zu wenig Lohnsteuer einbehalten wird. Um diese Abweichung von der tatsächlichen Steuerpflicht so gering wie möglich zu halten und das Nettogehalt zu steigern bietet sich frühzeitig die Wahl der optimalen Steuerklasse an.

Ein arbeitendes Ehepaar kann zwischen zwei Steuerklassenkombinationen wählen

 Die Steuerklassenkombination IV/IV ist für Ehepaare interessant, in der beide Ehepartner in etwa gleich viel verdienen.

  Die Steuerklassenkombination III/V ist für Ehepaare interessant, wenn das Einkommen des Ehepartners mit der Steuerklasse III um mehr als 40 Prozent die Bruttobezüge des anderen Ehepartners übersteigt. Bei dieser Kombination sind die Ehepartner verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben.

Alternativ zur Steuerklassenkombinationen III/V können Sie für den Lohnsteuerabzug das Faktorverfahren wählen, doch dazu später mehr. Der Spareffekt kann sogar noch über die tatsächlichen Eingesparten Steuern hinausgehen, wie es unser Beispiel-Ehepaar Mustermann durch einen Steuerklassenwechsel tut. Denn die Wahl der Steuerklasse beeinflusst zusätzlich auch die Höhe bestimmter Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Unterhalt, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Mutterschaftsgeld oder Elterngeld. Das bedeutet, dass Ehepaare mit der Wahl der Steuerklassen nicht nur ihr monatliches Nettogehalt beeinflussen, sondern auch die Summe, die Partner erhalten, die arbeitslos werden, in Mutterschaft gehen, länger krank sind oder nach dem Altersteilzeitgesetz arbeiten.

Wenn Sie sich mit der optimalen Wahl ihrer Steuerklasse beschäftigen wollen, so stellen sich ihnen folgend einige Fragen:
  • Was haben die einzelnen Steuerklassen zu bedeuten?
  • Wie finde ich die für mich relevanten Angaben auf dem Lohnsteuertabellen
  • Was ist für mein/unsere Einkommen die optimale Wahl der Steuerklassen?
  • Wie, bei wem und wann kann ich die Steuerklasse wechseln?
  • Welche Auswirkungen hat eine Scheidung auf die Lohnsteuerklasse?
  • Was muss ich sonst noch beachten?
Die Antworten auf diese Fragen und andere Hilfestellung für den Wechsel zu ihrer optimalen Steuerklasse finden Sie auf unserer Internet-Seite
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